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Das Taucher-ABC für die Malediven

Text: Lukas Scheid

Wer die Korallenriffe, Manta-Spots und Schiffswracks in den Atollen der Malediven erkunden will, darf sich auf eines der faszinierendsten Abenteuer unter Wasser freuen. Die Inselgruppe im Indischen Ozean ist voll von wahren Schätzen unterhalb der Meeresoberfläche. Das Taucher-ABC des MALEDIVEN REISEMAGAZINS verschafft einen Überblick über spezielle Begriffe und Besonderheiten des Tauchsports auf den Malediven. Wir verraten alles, was Taucher auf den Malediven wissen müssen

Atoll

Wenn man von den Malediven als Inselgruppe spricht, müsste man eigentlich von einer Vielzahl solcher sprechen. Denn jedes einzelne Atoll besteht meist aus einem mehr oder weniger kreisförmigen Außenriff, in dessen Inneren sich zahlreiche kleine Inseln befinden, die oft von einem eigenen Riff und einer sehr ruhigen Lagune umgeben sind.  Innerhalb der Atolle ist das Meer sehr viel ruhiger als auf dem offenen Ozean. Jedes Atoll hat seine ganz eigenen Besonderheiten und Meeresbewohner, so dass man selbst beim zehnten Malediven-Urlaub noch immer unentdeckte Gewässer ertauchen kann.

Baa-Atoll

Das Baa-Atoll gehört zweifellos zu den berühmtesten Atollen der Malediven. Das liegt nicht zuletzt an den herausragenden Bedingungen für Taucherinnen und Taucher. Das nordwestlich von Malé gelegene Atoll ist seit 2011 ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat. Wahlhaie und Meeresschildkröten fühlen sich in den bunten Riffen pudelwohl. Doch Taucher kennen das Baa-Atoll meist durch seine unvergleichlichen Möglichkeiten, Mantas zu begegnen.

Check Dive

Der letzte Tauchgang ist womöglich schon etwas her. Es wird also Zeit für eine Auffrischung der Technik, des Umgangs mit dem Material und der Kommunikationszeichen. Wer nicht regelmäßig taucht, sollte einen Check Dive mit einem Tauchlehrer am Hausriff vor dem ersten Tauchausflug machen, denn Sicherheit geht immer vor! Ist das Gedächtnis wieder auf dem neusten Stand, steht dem Tauchabenteuer auf den Malediven nichts mehr im Wege.

Dekompressionskammern

Auch wenn Tauchen sehr sicher ist, Gefahrenursachen ständig überprüft und Risiken laufend minimiert werden, kann es auch beim Tauchen zu unvorhersehbaren Unfällen kommen. In solchen Notfällen ist die richtige medizinische Versorgung ausschlaggebend für die Gesundheit der Taucherinnen und Taucher. Bei Dekompressionskrankheiten müssen die Betroffenen schnellstens in sogenannten Dekompressionskammern, um eine zu hohe Stickstoffkonzentration im Körper zu verhindern. Auf den Malediven gibt es fünf solcher Kammern, und zwar auf Bandos im Nord-Malé-Atoll, in Shangri-La’s Villingili Resort & Spa im Addu Atoll, auf Kuredu im Lhaviyani Atoll, im Kandima Maldives im Dhaalu Atoll und auf Kuramathi im Rasdhoo-Atoll, wo auch zwei deutsche Ärzte stationiert sind.

Eigene Ausrüstung

Wer lieber mit der eigenen Tauchausrüstung unterwegs ist, kann diese natürlich auch auf den Malediven benutzen. Wichtig ist, dass das Equipment funktionstüchtig und des Sicherheitsstandards entsprechend ist. In den Tauchzentren der Resorts kann man das mitgebrachte Material reinigen und trocknen lassen.

Feuerfische

Sie sehen wunderschön aus und sind bei weitem keine Seltenheit auf den Malediven. Feuerfische fallen vor allem durch die langen Flossenstachel und das Streifenmuster auf. Aber Achtung: Finger weg, sie sind giftig.

GoPro

Die besten Momente beim Tauchen auf den Malediven können heutzutage problemlos festgehalten werden. Eine GoPro-Actionkamera ist ideal zum Tauchen für Unterwassser-Fotos und Videos. Häufig haben die Tauchguides Kameras dabei und fotografieren und filmen für ihre Kunden, aber wer lieber selbst Regie führt, kann seine eigene von zu Hause mitbringen. In manchen Resorts liegt eine GoPro sogar in der Villa für die Gäste bereit.

Hanifaru Bay

Dass das Baa-Atoll für seine große Anzahl von Mantarochen bekannt ist, wurde in diesem Tauch-ABC bereits erwähnt. Die Hanifaru Bay ist aber selbst für die Verhältnisse im Baa Atoll absolut außergewöhnlich. Zu Zeiten des Nordost-Monsun von November bis April ist die Bucht DAS Sammelbecken für Mantas. Zum Schutz der Tiere ist das Tauchen mit Saustoffflasche jedoch untersagt und einzig Schnorcheln in der Bucht erlaubt. Doch keine Sorge, was man dort auch ohne Tauchausrüstung sieht, ist schlichtweg überwältigend.

Infos zum Tauchgang

Mit einem Tauchcomputer hat man alle Infos zum Tauchgang auf einen Blick. Ob Kompass, Sauerstoffmenge oder Nullzeit, der Tauchcomputer speichert alle Daten in einem Logbuch. Besonders empfehlenswert: die Tauchcomputer von SUUNTO.

Jackets

Sowohl Jackets als auch die übrige Tauchausrüstung kann man in Top-Qualität in den Tauchzentren der Resort-Inseln ausleihen. Das Leihmaterial entspricht den üblichen Standards und wird stets den Bestimmungen entsprechend gewartet. Wer dennoch lieber dem eigenen Tauchequipment vertraut, kann dieses wie bereits erwähnt mitbringen.

Kofferfische

Die lustigen Fische mit dem kofferförmigen Körper und den kleinen Flossen trifft man häufig an zwischen den Korallen der Malediven. Je nach Stadium ihrer Entwicklung tragen sie ein unterschiedliches Farbkleid.

Lagunen

(Fast) jede Insel hat eine ruhige Lagune direkt vor der Haustür. Hier ist das Wasser meist flach und ruhig – perfekt zum stundenlangen Schnorcheln, zum Check Dive oder für die allerersten Tauchübungen.

Mantas

Absolut faszinierend und ziemlich selten – Mantas anzutreffen gehört zu den herausragendsten Erlebnissen beim Tauchen auf den Malediven. Die eleganten Riesen sind vor allem im Baa-Atoll und insbesondere in der Hanifaru Bay anzutreffen. Im Four Seasons Resort at Landaa Giraavaru wurde mit dem Maldivian Manta Ray Project eine der weltweit größten Forschungsprojekte für Mantas ins Leben gerufen.

Nachttauchen

Tauchen mit Unterwasserlampen ist etwas ganz Besonderes. Wenn viele Riffbewohner schlafen und andere erst wach werden, erhält man nochmal einen ganz anderen Einblick in das Leben unter Wasser. Vor allem das Lichterspiel des fluoreszierenden Planktons hat etwas schier Magisches.

Open Water Diver

Der Open Water Diver ist das Eintrittsbrevet ins selbstständige Sporttauchen. Das Zertifikat ist der Beweis, dass Taucherinnen und Taucher bei einem der großen weltweit anerkannten Tauchverbände einen Tauchkurs absolviert haben und Techniken sowie Materialkunde in Theorie und Praxis erlernt haben.

PADI

Eine der großen weltweit anerkannten Tauchverbände ist PADI. Viele Tauchschulen auf den Malediven sind PADI-zertifiziert und schulen nach den Vorgaben des Verbands. Äquivalente Tauchscheine von anderen Verbänden, wie SSI oder NAUI, werden aber ebenfalls akzeptiert.

Qualifikation

Auf den Malediven gibt es erstklassige Tauchzentren mit hervorragend ausgebildeten Tauchlehrerinnen und -lehrern. Ortskundige Tauchguides begleiten darüber hinaus Tauchexkursionen zu besonderen Dive-Spots, Korallenriffen und Schiffswracks. Nach welchem Verband ein Tauchzentrum schult, kann vorab bei den Resorts erfragt und auf der Website überprüft werden.

Riffhaie

Kleine Weißspitzenriffhaie patrouillieren gerne in den Lagunen. Man sieht sie von den Stegen der Resort-Inseln aus. Doch sie sind absolut harmlos und sehen in den blau-türkisschimmernden Wasser der Lagunen wirklich faszinierend aus.

Schiffswracks

Neben farbenfrohen Korallen, Manta-Spots und Wahlhai-Gebieten können Taucherinnen und Taucher auf den Malediven zu den Wracks versunkener Schiffe abtauchen. Spektakulär ist eine solche Erfahrungen vor allem auch, weil man deutlich sieht, wie die Natur sich dieser Orte annimmt und den Lebensraum von dem entwickelt, was der Mensch dort zurückgelassen hat.

Two Tank Dive

Viele Tauchschulen bieten One Tank Dives mit einem Tauchgang oder Two Tank Dives mit zwei Tauchgängen und Pause dazwischen pro Tauchfahrt an. Der Vorteil eines Two Tank Dives ist, dass man bei einer Tauchfahrt gleich mehrere Spots entdecken kann, die möglicherweise nahe beieinander liegen.

Unter gar keinen Umständen

Taucherinnen und Taucher fassen unter Wasser nichts an und nehmen nichts mit! Die Einwirkung durch den Tauch-Tourismus auf das Ökosystem soll so gering wie möglich gehalten werden, um Tier und Natur zu schützen, sodass sie uns noch viele Jahrhunderte begeistern können.

Videos und Fotos

Viele Tauchschulen auf den Malediven bieten Fotografie und Film-Kurse unter Wasser an für all diejenigen, die beim Tauchen gerne selbst knipsen oder filmen wollen. Wer lieber im Fokus der Kameralinsen taucht, kann einen Video Service buchen, der unvergessliche Momente in den Tauchgründen der Malediven festhält.

Walhai

Der größte Fisch auf den Malediven ist gleichzeitig auch einer der seltensten. Taucherinnen und Taucher treffen am ehesten im Süd-Ari Atoll und im Nord-Malé Atoll auf die friedlichen Wahlhaie. Von Januar bis April sind die Bedingungen am günstigsten, um Wahlhaie auf den Malediven zu sehen.

X-beliebige Tauchplätze

…und sie alle sind einzigartig! Es fällt schwer, eine Empfehlung für die besten Dive-Spots der Malediven abzugeben, zu vielseitig sind die verschiedenen Atolle. Jede Insel bietet ihre ganz eignen Besonderheiten und Fischpopulationen. Entscheidend sind auch die Saisonzeiten. Die Malediven sind und bleiben eine der besten Destinationen für Taucherinnen und Taucher auf der Welt.

Y

Mit Ypsilon ist uns echt nichts eingefallen. Haben Sie eine Idee? Dann mailen Sie uns!

Zulassung

Wer auf den Malediven Tauchen will, benötigt die entsprechenden Tauchscheine. Dabei ist es egal, ob der Tauchschein von PADI, SSI, NAUI oder einer der anderen anerkannten Tauchverbände ausgestellt wurde. Einsteiger lernen auf den Malediven bereits in wenigen Tagen die Basics des Sporttauchens. Bei traumhaften Wetterverhältnissen und Wassertemperaturen und wunderschönen Tauchspots werden schon die ersten Einträge im persönlichen Tauchlogbuch atemberaubend sein.